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Problempflanzen im Privatgarten

Kennen Sie diesen praktischen Sichtschutz? Es ist der Kirschlorbeer, der immergrüne, dichte Strauch, welcher vor neugierigen Blicken in unseren Garten schützt. So nützlich er auf der einen Seite ist, so gefährlich kann er auch sein. Der Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus Asien. Durch Vögel, welche die Früchte des Kirschlorbeers gegessen haben, können die Samen in den Wald gelangen und dort zu neuen Beständen führen. Auch die Ablagerungen von Schnittgut im Wald können zum Auftreten dieser Art führen. Einmal im Wald angekommen, verbreitet er sich durch seine genügsame Art und das Fehlen natürlicher Feinde stark. Er kann ganze Waldflächen zu wuchern und damit das Aufkommen von jungen Bäumen verhindern.

Der Kirschlorbeer ist ein invasiver Neophyt, eine nicht einheimische Pflanze, die sich unkontrolliert in der Natur ausbreitet. Zusammen mit anderen invasiven Arten, wie dem Sommerflieder oder dem Henry's Geissblatt richtet er im Wald Schaden an. Alle diese Arten sind auf der Schwarzen Liste von Info Flora aufgeführt (www.infoflora.ch). Die Schwarze Liste führt invasive Neophyten auf, die zu Schäden in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit und/oder Ökonomie führen. Zudem werden sowohl der Kirschlorbeer, als auch der Sommerflieder und das Henry's Geissblatt vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und von der Konferenz der Kantonsförster (KOK) als waldrelevante Schadorganismen angesehen, deren Bekämpfung mit hohen Kosten verbunden ist.

Der Bund, die Kantone und Gemeinden haben sich zum Ziel gesetzt, die Ausbreitung problematischer Neophyten einzuschränken. Zahlreiche Neophyten, die sich unkontrolliert in der Umwelt ausbreiten stammen aus privaten Gärten. Bei der Gartengestaltung sollte man deshalb auf solche Pflanzen verzichten.

Einheimische Alternativen für unerwünschte und verbotene Neophyten im eigenen Garten gibt es viele. Beispielsweise können anstelle von Kirschlorbeer einheimische, immergrüne Hecken wie Eibe und Stechpalme oder dichte, schnittfeste Hecken wie gemeiner Liguster oder Hagebuche gepflanzt werden. Auf der Webseite des Amtes für Umweltschutz des Kantons Zug (www.zg.ch/neophyten) finden Sie weitere Informationen zu Alternativen für exotische Problempflanzen.

Setzen Sie bei Ihrer nächsten Gartenplanung auf einheimische Pflanzen oder entfernen sie invasive Neophyten aktiv und ersetzen sie diese durch einheimische Pflanzen. Dadurch entsteht ein wertvoller Lebensraum für verschiedene Vogel-, Insekten- und Kleintierarten.



Datum der Neuigkeit 27. Nov. 2018
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