Umfahrung Unterägeri schafft Perspektiven

Abstimmung über Ortsplanungsrevision und Umfahrung am 3. März 2024 – Entscheidende Weichenstellung für Unterägeri.

 

Der 3. März 2024 wird zum eigentlichen «Super-Sunday» für Unterägeri: Sowohl die Ortsplanungsrevision wie auch die Umfahrung Unterägeri kommen zur Abstimmung. Beide Vorlagen sind eng verknüpft und von grosser Bedeutung für die qualitätsvolle Weiterentwicklung von Unterägeri. ⇒ Abstimmungsunterlagen

Mit der Umfahrung Unterägeri wird im Dorf der Raum freigespielt, der für sichere und attraktive Velo- und Fussgängerwege sowie die Aufwertung des Zentrums erforderlich ist. Die Umfahrung Unterägeri reduziert im Zentrum den Verkehr um 75 Prozent, was ganz neue Möglichkeiten schafft.

Partizipativer Prozess zur Erarbeitung der Begleitmassnahmen
Mit der Annahme der beiden Vorlagen «Ortsplanung Unterägeri» und «Umfahrung Unterägeri» an der kommunalen bzw. kantonalen Volksabstimmung ist die Arbeit aber nicht getan. Im Gegenteil: Es folgt ein intensiver Prozess, in dem unter engem Einbezug der interessierten Bevölkerung die Realisierung der neu gewonnenen Möglichkeiten geplant wird (siehe Grafik unten).

Zuerst wird im Rahmen eines Studienwettbewerbs unter Beteiligung der politischen Parteien geklärt, wie der öffentliche Raum zwischen Zugerstrasse, Schulanlage Acher, Waldheimstrasse und Alter Turnplatz gestaltet werden. Zudem wird ein Parkleitkonzept mit Belegungsanzeigen erarbeitet. Anfang 2025 sollen die Resultate des Studienverfahrens präsentiert werden können.

Anschliessend wird auf Basis des kommunalen Verkehrsrichtplans unter Einbezug der Kommissionen sowie der politischen Parteien das lokale Mobilitätskonzept erarbeitet. Parallel dazu wird das Verkehrskonzept verfeinert mit dem Ziel, Massnahmen zu definieren, die die Wirksamkeit der Umfahrung garantieren. Zudem geht es darum, den Schleichverkehr in den Quartieren zu verhindern.

Die Gemeinde hat bereits begonnen, die im kommunalen Verkehrsrichtplan vorgesehenen Verkehrsberuhigungen mittels eines Workshopverfahrens mit Interessierten aus den Quartieren im Detail zu planen und umzusetzen (z. B. Quartier Schönenbüel 2023, Alte Landstrasse 2024).

Ab 2026 / 2027 folgt die Entwicklung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts Zugerstrasse / Seestrasse. Dieses Konzept wird in verschiedenen Zwischenschritten partizipativ, unter Beteiligung einer Begleitgruppe aus der Bevölkerung, erarbeitet. In dieser Phase geht es um die Strassenraumgestaltung der Zuger- und Seestrasse von Fassade zu Fassade mit dem Ziel, Optimierungen in verschiedenen Bereichen zu erzielen. Die Strassenraumaufteilung, die Förderung des Langsamverkehrs, die Aufenthaltsqualität sowie die Begrünung stehen im Fokus. 

Weitere Volksentscheide zur Umsetzung von Teilprojekten
Auf der Basis des Betriebs- und Gestaltungskonzepts werden konkrete Vorprojekte für die Platzbereiche und den Strassenraum entwickelt. Über diese Vorprojekte kann die Stimmbevölkerung dann an der Gemeindeversammlung oder an der Urne wieder abstimmen.

Mit der Eröffnung der Umfahrung Unterägeri wird die heutige Kantonsstrasse zwischen den Tunnelportalen zur gemeindlichen Strasse abklassiert und an die Gemeinde übertragen. Die Gemeinde erhält für die Übernahme vom Kanton eine finanzielle Entschädigung, die genau für solche Aufwertungsmassnahmen einzusetzen ist. Des Weiteren können auch Gelder des Bundes aus dem Agglomerationsprogramm für diese Projekte gesichert werden.

Diese Phase wird Ende 2030 / Anfang 2031 mit einem öffentlichen Infoanlass abgeschlossen. Anschliessend, ab 2031, werden die Bauprojekte für die öffentlichen Projektauflagen und die Baubewilligen ausgearbeitet. Ab 2033 und zeitlich abgestimmt auf die Eröffnung der Umfahrung Unterägeri werden die einzelnen Abschnitte realisiert. Gleichzeitig beginnt der Bau des Umfahrungstunnels, der in drei bis vier Jahren realisiert werden soll.

 

Partizipativer Prozess kommunale Begleitmassnahmen Umfahrung Unterägeri (provisorisch)

Grafik

 

Neue Möglichkeiten: Durch die Verkehrsentlastung wird Raum für neue öffentliche Nutzungen geschaffen

Kirchplatz
Gute Perspektiven: Durch die Verkehrsentlastung wird Raum für neue öffentliche Nutzungen geschaffen.
Dorfplatz
Schöne Aufwertung: Profitieren wird auch der Dorfplatz in Unterägeri, die wieder zu einer Begegnungszone werden kann.
Postplatz
Gefreutes Miteinander: Der öffentliche Verkehr, Fussgänger und der Langsamverkehr erhalten ihren Raum.

 

Dokumente

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