21. Oktober 2026

Gemeinde Unterägeri will erneut Steuern senken

Die Einwohnergemeinde Unterägeri darf sich weiterhin über eine solide Finanzlage freuen. Der Gemeinderat rechnet für 2027 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 0,5 Mio. und beantragt an der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember 2026, den Steuerfuss inklusive Steuerrabatt auf netto 51 % zu senken. Gleichzeitig investiert die Gemeinde gezielt in ihre Infrastruktur und trifft mit Vorfinanzierungen und zusätzlichen Abschreibungen finanzielle Vorsorge für die kommenden Jahre.

Das Budget 2027 sieht einen Aufwand von CHF 73,2 Mio. und einen Ertrag von CHF 73,7 Mio. vor. Dank der weiterhin soliden Finanzlage beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss von 56 % auf 53 % zu senken. Gleichzeitig soll der Steuerrabatt von 3 % auf 2 % angepasst werden. Damit reduziert sich der effektive Steuerfuss von bisher netto 53 % auf neu netto 51 %.

«Die solide Finanzlage ermöglicht es uns, die Steuerbelastung für die Bevölkerung erneut zu senken und gleichzeitig wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde voranzutreiben. Mit gezielten Vorfinanzierungen und zusätzlichen Abschreibungen schaffen wir zudem Spielraum für die kommenden Jahre», hält Finanzchefin Manuela Inglin fest.

Personalaufwand leicht tiefer, Sachaufwand höher
Der Personalaufwand beträgt im Budget 2027 CHF 30,8 Mio. und liegt damit rund 1,0 % unter dem Vorjahresbudget. Gründe dafür sind unter anderem Vakanzen und altersbedingte Personalwechsel. Der Sachaufwand steigt hingegen um CHF 1,2 Mio. auf CHF 14,7 Mio. Dazu tragen unter anderem die Möblierung des sanierten Dorfschulhauses, höhere Ausgaben für die IT-Ausstattung im Bildungsbereich sowie zusätzliche Aufwendungen für den baulichen Unterhalt bei.

Der Zuger Finanzausgleich bleibt mit CHF 29,6 Mio. eine wesentliche Ertragsposition. Der kantonale Solidaritätsbeitrag von CHF 1,1 Mio. wird 2027 letztmals ausgerichtet.

Vorsorge und Investitionen
Das Budget sieht zusätzliche Abschreibungen von CHF 3,3 Mio. sowie Vorfinanzierungen von CHF 2,0 Mio. für den Planungskredit Schulhaus Acher West und CHF 4,0 Mio. für den Hochwasserschutz Chlösterlibach vor.

Die Investitionsrechnung 2027 sieht Nettoinvestitionen von CHF 13,6 Mio. vor. Zu den bedeutenden Vorhaben zählen die Sanierung des Dorfschulhauses, der Hochwasserschutz Chlösterlibach, die Zentrumsaufwertung Aegerihalle / Acher sowie verschiedene Strassenprojekte.

Mit dem Budget 2027 setzt der Gemeinderat seine vorausschauende Finanzpolitik fort. Die erneute Steuersenkung, gezielte Investitionen und finanzpolitische Massnahmen sollen dazu beitragen, die Attraktivität der Gemeinde langfristig zu erhalten und gleichzeitig ihre finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern.

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